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Der Karneval in Rio de Janeiro

» Heiße Rhythmen am Zuckerhut

Nicht viele Ereignisse stehen so für Lebensfreude wie der Karneval in Rio. Hunderttausende sind jedes Jahr auf den Füßen, bewegen sich im Samba-Rhythmus und tragen aufwändige Kostüme, die viel Haut zeigen. Woher kommt eigentlich dieses rauschende Fest?

Farben, Lebensfreude und viel nackte Haut: Karneval in Rio (Foto: iStockphoto/Thinkstock)

Die Portugiesen brachten den Karneval vermutlich schon im 17. Jahrhundert nach Brasilien. Damals hieß es noch "Entrudo" und war ein wildes Treiben, bei dem sich die Menschen gegenseitig mit Wasser, Kalk, Puder und allem Möglichen beschmierten und bespritzten. Mit der Zeit wurde es gesitteter, Konfetti und Papierschlangen kamen zum Einsatz. Ab 1840 entstanden Karnevalsgesellschaften, zum spontanen Volksfest kamen die organisierten Umzüge der Sambaschulen.

Legendär: Karneval in Rio

Höhepunkt des Karnevals in Rio, der traditionell am Freitag vor Aschermittwoch beginnt, ist der zweitägige Umzug im "Sambodrómo", dem Karnevalsstadion. In den "Escolas de Samba", den Sambaschulen, bereiten sich unter dem Jahr Tausende auf diese Tage vor. Unermüdlich werden Tänze, Musik und Formationen geübt, Kostüme entworfen und geschneidert, die Umzugswagen geschmückt.

Wie in der Bundesliga

Adam und Eva auf Brasilianisch (Foto:» Carnaval dancers von VideoVik/Flickr.com)

Die Reihenfolge der Teilnehmer des Umzugs ist kein Zufall. Wie in der Bundesliga gibt es die erste, zweite und dritte Division - mit Auf- und Abstieg. Nach einem ganzen Kriterienkatalog verteilen die Richter ihre Punkte an die Sambaschulen. Dabei spielen Originalität, Rhythmus, Choreografie, Kostüme und vieles mehr eine Rolle. Aber es geht nicht nur um die Punkte der Jury.

Ein Fest des Volkes

Denn Rio an Karneval - das ist eine Stadt in Ekstase. Hunderttausende von Menschen im Samba-Fieber. Sie schieben sich durch die Straßen, über denen auch an späten Abenden im Februar noch tropische Schwüle lastet. Bis auf den letzten Platz ist das Sambódromo gefüllt, das gut 60 000 Zuschauer in einen Hexenkessel verwandeln. Rosenmontag am Zuckerhut! Unter dem ohrenbetäubenden Wummern riesiger Boxen mit zehntausend Watt Power zieht der endlose Zug der Sambatänzer vorbei. Eine überwältigende Show, die mehrere Stunden dauert. Eine Überdosis an Glitzer und Glitter. Und die weiblichen "Cariocas" (so nennen sich die Einwohner von Rio selbst) zeigen dabei viel nackte Haut.

Fotos der Samba-Parade

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