04.Februar 2010
Die aktuellen Listen
» Krankenkasse: Wer jetzt Zusatzbeiträge zahlen muss – und wer nicht
Großer Wirbel um die Zusatzbeiträge! Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen müssen mehr zahlen. Andere kommen – zumindest vorerst – ungeschoren davon. Ihre Krankenkassen haben einen Zusatzbeitrag für 2010 ausgeschlossen. Doch auch wer zahlen soll, kann sich wehren – mit einem Wechsel. Hier finden Sie die aktuellen Listen, welche Kassen teurer werden und welche nicht.
Zusatzbeiträge der Krankenkassen verteuern die medizinische Versorgung (Foto: MEV)
Diese Krankenkasse werden teurer
Seite 1/2
VorwärtsBis zu 37,50 Euro verlangen einige Krankenkassen jetzt von ihren Mitgliedern zusätzlich - im Monat! Aber auch wenn es „nur“ acht Euro sind, macht das eine Mehrbelastung von fast 100 Euro im Jahr.
Hintergrund: Die Kassen dürfen bis zu ein Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens als Zusatzbeitrag erheben. Mehr als 37,50 Euro dürfen es aber nicht sein. Liegt der Extra-Beitrag über acht Euro im Monat muss eine teure und aufwändige Einkommensprüfung erfolgen. Daher versuchen einige Kassen, diesen Betrag nicht zu überschreiten.
Tausende gesetzlich Krankenversicherte haben ihrer Kasse schon die rote Karte gezeigt und gekündigt. Schließlich steht den Mitgliedern bei der erstmaligen Erhebung des Zusatzbeitrags ein Sonderkündigungsrecht zu. Und wer seit mehr als 18 Monaten bei einer Krankenkasse ist, darf sowieso jederzeit kündigen. Ausnahme: Hat man einen Wahltarif abgeschlossen, ist man meist drei Jahre an die Kasse gebunden. Das Sonderkündigungsrecht entfällt in diesem Fall.
Der Kassen-Wechsel ist einfach: Für die Kündigung reicht ein formloses Schreiben. Dieses sollte man per Einschreiben an die Krankenkasse schicken. Die Kasse muss den Eingang der Kündigung innerhalb von zwei Wochen bestätigen. Mit der Kündigungsbestätigung kann man sich dann bei der neuen Kasse anmelden. Endgültig vollzogen ist die Kündigung, wenn man die Anmeldebestätigung bei der alten Kasse eingereicht hat.
Hier die aktuelle Liste mit allen Kassen, die Zusatzbeiträge planen bzw. bereits eingeführt haben:
| Krankenkasse | Zusatzbeitrag |
|---|---|
| Gemeinsame BKK Köln (GBK Köln) | 1 % des monatlichen Bruttogehalts, maximal 37,50 Euro, rückwirkend zum 1. Januar 2010 |
| DAK | 8 Euro je Monat ab 1. Februar 2010 |
| Deutsche BKK | 8 Euro je Monat ab 1. Februar 2010 |
| KKH Allianz | 8 Euro je Monat ab 1. März 2010 |
| BKK Gesundheit | 8 Euro je Monat ab 1. Februar 2010 |
| BKK Westfalen-Lippe | bis zu 12 Euro je Monat |
| ktpBKK und Novitas BKK (Fusion am 1. April 2010) | voraussichtlich ab April 2010 8 Euro je Monat, noch nicht entschieden |
| BKK Phoenix | 8 Euro, rückwirkend zum 1. Januar 2010 |
| BKK für Heilberufe | 1 % des monatlichen Bruttogehalts, maximal 37,50 Euro, rückwirkend zum 1. Januar 2010 |
| BKK advita | 8 Euro je Monat |
| City BKK | ab April 2010 8 Euro je Monat |
| Esso BKK | 8 Euro ab April 2010, fällig zum 20. Juni 2010 |
Quelle: » www.krankenkassen.de/eigene Recherche
- Seitenübersicht:
- » Diese Krankenkasse werden teurer
- » Hier können Kassenmitglieder (vorerst) aufatmen
Seite 1/2
Vorwärts» Mehr Themen aus der Rubrik Rat & Tat hier auf einen Klick!
- Das könnte Sie auch interessieren:
- » Krankenkasse - So wechseln Sie ganz einfach
- » Checkliste: Was bietet meine Krankenkasse?
- » Endlich wie ein Privat-Patient behandelt werden
Schlagworte zu diesem Artikel: Krankenkassen Liste Wechsel Zusatzbeiträge Geld & Recht






Kommentare zu "Krankenkasse: Wer jetzt Zusatzbeiträge zahlen muss – und wer nicht"
Ich habe heute meine neue Karte von der AOK erhalten.
Mir hat der Wechsel nur eine Briefmarke gekostet, gewonnen habe ich dabei 9x8=72€.
Ist nur schade das die meißten den einfachen Weg gehen und zahlen.
Wir müssen uns doch alle mal fragen:
Warum müssen wir so viel bezahlen!
Auch wir Patienten tragen Schuld an diesem Desaster. Schweden gehen 3X- wir Deutsche 18 durchschnittlich zum Arzt. Was ist los mit uns??
Das Problem liegt sicher auch mit an unseren Ernährungsgewohnheiten, an den Krankenkassensystemen und auch an den Ärzten.
Zahlen müssen wir die Zeche auch für Menschen, die sich mit Gewalt krank machen. Von denen wird nie geredet. Das ist Explosionstoff, schlimmer als Dynamit!
Gruss vom Schnoog, der gerne über dieses Thema diskutieren möchte.
ein Wechsel lohnt immer und zwar aus folgendem Grund: wenn alle, die einen Zusatzbeitrag zahlen müssen, in eine andere Kasse wechseln, erhalten die, die keinen Zusatzbeitrag erheben, viele viele neue Kunden. Somit erhöht sich deren Einnahme. Eine Erhöhung der Einnahmen bedeutet ganz eindeutig Mehreinnahmen; und Mehreinnahmen verhindern den Zusatzbeitrag!! Der Wechsel von vielen Kunden in eine andere Kasse kann aber auch bedeuten, dass die verlassenen Kassen pleite gehen. Dies ist aber von der Politik wohl so gewollt.
Also lieber wechseln, als Kassen zu unterstützen, die entweder nicht rechnen können oder so klein sind, dass sie sowieso auf DAuer nicht lebensfähig sind!!
Ein Wechsel lohnt sich immer. Wenn ihr im Jahr 12x8€ spart und mit dem Geld mit dem Partner/Partnerin schön essen geht habt ihr auf jeden Fall gewonnen. Die Kassen erhöhen ohne wirkliche Notwendigkeit. Sie könnten im Rahmen der Vorstandsgehälter und auch in den Verwaltungskosten sparen. Es muss bei einer Krankenkasse nicht immer nach dem Motto gebaut werden: "Grösser, Schöner,Teurer). Ich denke der Zusatzbetrag ist einfach die leichteste Lösung. Nein, ich würde sofort wechseln.
Ich bin vor einigen Jahren von der BEK in die BKK Mobil Oil gewechselt und vollauf zufrieden. Auch meine Schwester und Schwager (bereits Rentner) hatten den Mut zum Wechsel und sind froh, dass sie es gemacht haben. Wenn alle sich nicht trauen würden, zu wechseln, dann könnten die Krankenkassen mit uns machen was sie wollen und das darf nicht sein.
Bin 60 Jahre in meiner Kasse. Da überlegt man sich einen Wechsel, - vor allen Dingen wo es nicht sicher ist, dass die anderen Kassen nicht nach einer Schonfrist hinterherkommen.
Was nützt ein Wechsel, wenn die Krankenkassen, die jetzt nichts dazu nehmen, hinterher auch Zahlungen verlangen?