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Mit und ohne Kind, jung oder alt

» Urlaubsplanung - wer in der Firma Vorrang hat

Derzeit überlegen sich viele, wie sie ihre Urlaubstage in 2013 aufteilen. Doch leider kann sich nicht jeder selbst aussuchen, wann er sich frei nimmt. Wenn die Urlaubsvertretung auch zu der Zeit Ferien haben möchte, muss einer zurückstecken. Wir haben Ihnen die wichtigsten Regelungen für Ihre Urlaubsplanung zusammengestellt.

Jetzt beginnt die Urlaubsplanung für 2013 (Foto: iStockphoto/Thinkstock)

Familie
Weil der Kollege schulpflichtige Kinder hat, man selbst aber ledig ist, bekommt der Kollege den Urlaub zum Wunschzeitpunkt in den Sommerferien.
Achtung! Das Vorrecht gilt nur für Eltern schulpflichtiger Kinder, nicht für Familien mit Kleinkindern.

Kollegen

Sie hat gut lachen: Sie ist länger im Betrieb und hat daher Vorrang bei der Urlaubsplanung (Foto: Hemera/Thinkstock)

Betriebsjahre
Zwei Kollegen, beide ledig und kinderlos, wollen gleichzeitig Urlaub nehmen. Vorrang hat im Normalfall derjenige mit der längeren Betriebszugehörigkeit. Es entscheidet im Zweifel der Chef. Das gilt auch, wenn einer der beiden nicht einverstanden ist. Dann fassen Chef und Betriebsrat (wenn vorhanden) gemeinsam einen Entschluss. Passt dieser dem Kollegen immer noch nicht, spricht die Einigungsstelle (Vertreter des Betriebes, Betriebsrates und ein neutraler Dritter) das letzte Wort.

Betriebsferien
Bei Produktionsfirmen, etwa mit Fließbandarbeit, können mit Zustimmung des Betriebsrates Pflichtferien angeordnet werden.

Urlaubsplan
Er erleichtert die Einteilung, sorgt für Übersicht, schließt Überschneidungen aus - ist aber nicht Pflicht.

Resturlaub
Konnte im laufenden Jahr Urlaub nicht genommen werden, muss der nach Absprache mit dem Chef bis spätestens 31. März des Folgejahres gewährt werden.

Krankheit im Urlaub

Wer während seines Urlaubs krank wird, bekommt die übrigen Urlaubstage mit einem Attest wieder (Foto: Stockbyte/Thinkstock)

Überstunden
Die können, müssen aber nicht in ganzen Tagen und anhängend an den Urlaub vom Chef genehmigt werden.

Krankheit
Wird der Arbeitnehmer im Urlaub krank (mit ärztlichem Attest), kann er die Tage nicht einfach an den Urlaub anhängen, sondern muss sich mit dem Chef neu absprechen. Eigenmächtige Ferienverlängerung kann zur Abmahnung führen.

Wichtig: Ist ein Arbeitnehmer das ganze Jahr krank, wird der Urlaub ins Folgejahr übertragen. Kehrt der Mitarbeiter gar nicht mehr zurück, muss ihm der entgangene Urlaub bezahlt werden (hier nur der gesetzliche Mindesturlaub von vier Wochen).

Änderung
Wenn der Arbeitnehmer in Nachhinein Urlaubspläne ändert, weil überraschend z. B. der Vater gestorben ist, muss der Vorgesetzte darauf eingehen. Das gilt aber nur dann, wenn dringende persönliche Gründe dafür sprechen. Auch der Arbeitgeber kann den Urlaub eines Mitarbeiters verschieben - jedoch nur, wenn unerwartet viele Aufträge in der Firma eingegangen oder mehrere Kollegen plötzlich erkrankt und nicht zu ersetzen sind.

Zurückholen
Wer aber bereits am Urlaubsort ist, darf laut Bundesarbeitsgericht vom Chef nicht von dort zurückgerufen werden (Az. 9 AZR 405/99).

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Schlagworte zu diesem Artikel: Betriebszugehörigkeit ferien Ferienplanung Resturlaub Überstunden Urlaub Urlaubsplan Urlaubsplanung Geld & Recht

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