13.Dezember 2012
Nicht ausgerechnet an Betrüger geraten!
» Spenden - aber mit Köpfchen
Kaum ein Tag vergeht derzeit, an dem man keinen Spendenaufruf im Briefkasten findet. Gerade in der Adventszeit und zu Jahresbeginn werden wir damit fast überschüttet. Wer spenden möchte, erhält hier Tipps, was es zu beachten gilt.
Spendenaufrufe stapeln sich besonders in der Adventszeit (Foto: iStockphoto/Thinkstock)
Erst überlegen, dann entscheiden
An erster Stelle sollte man sich darüber klar werden, für was man überhaupt spenden will. Soll der Umweltschutz gefördert, kranken Kindern geholfen werden oder hat man ein besonders großes Herz für Tiere? Nächste Frage: Möchte ich einen kleinen Verein oder eher eine größere Organisation unterstützen? Egal, wie Sie sich entscheiden, das A & O ist, dass Sie sich über die Arbeit der Organisation genau erkundigen, damit Ihr Geld auch wirklich an der richtigen Stelle ankommt.
Bevor Sie spenden, sollten Sie sich gründlich über die Organisation informieren (Foto: iStockphoto/Thinkstock)
Informationsmaterial anfordern
Jährlich werden in Deutschland etwa drei bis fünf Milliarden Euro gespendet an rund 600 000 gemeinnützige Vereine und 15 000 Stiftungen. Ein riesiger Markt, auf dem sich leider auch einige schwarze Schafe tummeln. Wenn Sie also eine Organisation nicht kennen, fordern Sie Informationsmaterial an. Der Geschäftsbericht dieser Verbände und Vereine klärt z. B. über die Verwendung der Spendengelder auf. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Organisation gemeinnützig ist, da Sie nur dann Ihre Geldspende auch steuerlich absetzen können. Hilfreich bei der Entscheidung ist das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen.
Das Spendensiegel und viele weitere hilfreiche Informationen finden Sie unter » www.dzi.de
Dieses Siegel ist mit strengen Auflagen verbunden und gibt Sicherheit. Nur Organisationen und Verbände, die z. B. höchstens ein Fünftel der Spenden (in wenigen Fällen 35 Prozent) für die Verwaltung verwenden, bekommen das Zertifikat. Das DZI prüft sie jedes Jahr neu und kann das Siegel auch wieder entziehen. Es ist das wichtigste Vertrauenszeichen im deutschen Spendenwesen, was auch Stiftung Warentest bestätigt. Achtung! Dies gilt nicht für ein Siegel, das neuerdings immer wieder auftaucht: das "Europäische Spendensiegel". Das DZI distanziert sich sogar ausdrücklich davon.
Unseriöse Organisationen erkennen
Betrüger gehen auffallend hartnäckig und aggressiv vor. Lassen Sie sich auf keinen Fall unter Druck setzen - auch nicht mit rührseligen Geschichten, die Ihnen ein schlechtes Gewissen machen sollen. Augen auf! Unseriöse Verbände wählen oft Namen, die denen von anständigen sehr ähneln.
Eine Liste mit Organisationen, von denen das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen abrät, finden Sie hier: » http://www.dzi.de/spenderberatung/das-dzi-rat-ab/
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