28.Mai 2009
Steinerne Zeugen eines unbekannten Volkes
» Carnac – Geheimnis der Bretagne
Cornelius, der Nachfolger von Petrus in Rom, weigerte sich, dem römischen Kriegsgott Mars zu opfern. Wegen dieses Frevels musste der Gottesmann aus der ewigen Stadt flüchten - in die Bretagne. Als der unversöhnliche römische Kaiser eine Armee hinschickte, um Corneliuszu fangen, betete dieser zu Gott und die Häscher verwandelten sich in Steine. Das ist eine der Legenden, wie die langen Reihen aus hunderten von Steinen bei Carnac in der Bretagne entstanden sind. Für die WIssenschafter sind die Mythen und Legenden keine große Hilfe, sie wissen immer noch wenig über die Menhire und Dolmen und das Volk, das sie aufgestellt hat.
Von ihren Errichtern weiß man wenig: Menhire in Carnac (Foto: Bildpixel/» Pixelio)
Geschichte der Menhire und Dolmen
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VorwärtsEs war um das Jahr 4500 v. Chr., also Jungsteinzeit, als ein unbekanntes Volk damit begann, in der Bretagne mächtige Steine aufzustellen. Es gehörte zu den ersten Völkern, die unabhängig voneinander bis etwa 2000 v. Chr. (Bronzezeit) vom Mittelmeerraum bis nach Skandinavien eine neue Form von Anlagen aus teils behauenen, teils unbehauenen Steinblöcken errichteten. Die Gesamtheit dieser Bauten und Anlagen wird wegen ihrer Gemeinsamkeit der großen Steinblöcke als Megalithkultur (griech.: mega = groß, lithos = Stein) bezeichnet.
Carnac - wenn Steine reden könnten
Einzelne Steine werden als Menhire bezeichnet, die Grabkammern aus großen Steinplatten sind Dolmen, wie dieser in Charente Maritime in Frankreich (Foto: Susanne Slobodzian/» Pixelio)
Auch wenn die Steinreihen bei Carnac nicht aus erstarrten römischen Legionären bestehen, so ist sicher, dass diese auch schon die geheimnisvollen Anlagen bestaunten. Was ihnen die Ureinwohner der Bretagne darüber erzählten, ist leider nicht überliefert. So ist man bis heute auf Vermutungen angewiesen, denn die Steine bei Carnac gehören zu den rätselhaftesten Anlagen der Megalithkultur.
Seefahrervolk mit sozialer Struktur
Die Menhire (einzelne Steine, aus dem Bretonischen: ar-men-hir = langer Stein) und Dolmen (Kammern aus Steinplatten, bretonisch: dol-men = Steintisch) stehen fast alle nah an der Küste. Die Forscher gehen daher davon aus, dass die Megalithmenschen der Bretagne zur See gefahren sind. Und es müssen viele Menschen planvoll zusammen arbeiten, um die tonnenschweren Steine zu bewegen - ein Hinweis auf eine hochentwickelte soziale Struktur.
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Schlagworte zu diesem Artikel: Archäologie Carnac Dolmen Europa Frankreich Geheimnis Megalithkultur Menhir mystisch Wissenswert

Kommentare zu "Carnac – Geheimnis der Bretagne"
Es ist schon erstaunlich das die Steine schon so lange da stehen.
Und wie haben die Menschen die damals so dahingeschafft?
Einfach nur erstaunlich.