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Die 1913 errichtete "Stille-Nacht-Kapelle" in Oberndorf, steht an Stelle der ehemaligen St.-Nikolaus-Kirche (St. Nikola), in der am 24. Dezember 1818 das Weihnachtslied zum ersten Mal erklang (Foto: MEV)

Die Geschichte eines Liedes

» Die Kraft und Magie von "Stille Nacht"

Es war ein eiskalter Winter im Jahre 1818. Die Menschen froren in Salzburg, die Armut war mit den Kämpfen der Napoleonischen Kriege und dem Brachliegen des Salzhandels in jedes Haus eingekehrt. Zu guter Letzt hatte noch eine hungrige Maus – so die Legende – den Blasebalg der Orgel in der St. Nikolaus Kirche in Oberndorf angenagt. In dieser Zeit entstand das weltberühmte Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" und kündete die frohe Botschaft der Geburt Jesu und des Friedens auf der Welt…





Vor 190 Jahren uraufgeführt und immer noch aktuell. Gänsehaut stellt sich ein, wenn das berühmteste Weihnachtslied am 24. Dezember in den Kirchen rund um den Erdball erschallt. "Stille Nacht, heilige Nacht" gehört zum christlichen Weihnachtsfest wie der Tannenbaum oder die Geschenke. Doch nur wenige wissen, woher das Lied stammt. Man sollte daran denken, dass ein Lied stets ein Kind seiner Zeit ist und dass das weltberühmte Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" in diesem Winter 1818 zum ersten Mal in Oberndorf bei Salzburg erklang, hat mit den damaligen Verhältnissen im SalzburgerLand zu tun.

Die Napoleonischen Kriege hatten die Armut ins Land geholt: die Menschen litten Hunger und in diesem Winter auch an der furchtbaren Kälte. Der Salzhandel, der einst der Stadt Salzburg zur Blüte verholfen hatte, musste vorübergehend eingestellt werden. Die Kassen und Taschen waren leer und die Sehnsucht der Menschen nach Nähe, Wärme und Frieden größer denn je. Doch die Not - und eine defekte Kirchenorgel - machten erfinderisch und ein lebenslustiger Priester und ein musikalischer Lehrer schenkten ihrer Gemeinde in diesem Jahr das Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht". Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber schufen damit ein Lied, das sich seinen Weg vom Salzburger Land in die Herzen der Menschen gebahnt hat und dessen Kraft und Magie auch nach fast zweihundert Jahren ungebrochen ist...

Weihnachten 1818 in Oberndorf – die Geburtsstunde von "Stille Nacht"

Beide waren sich nur einmal im Leben für zwei Jahre begegnet: der Lehrer Gruber und der Hilfspfarrer Mohr. In dieser Zeit entstand das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" - aus einer Not heraus, die bitterer nicht hätte sein können. Die Welt in Oberndorf stand zu dieser Zeit still: rund die Hälfte der Bevölkerung der Schiffersiedlung an der Salzach hatte vom Salzhandel gelebt, der seit zwei Jahren brach lag. Salzburg war 1816 endgültig zu Österreich gekommen und so kam es auch entlang der Salzach zu einer Trennung von Laufen (Bayern) und Oberndorf (Salzburger Land). Der Verlust der jahrhundertelangen Machtposition stürzte das Land in eine schwere Identitätskrise mit massiven wirtschaftlichen Einbußen und hoher Armut.

Die neu errichtete, provisorische Pfarrei Oberndorf verfügte zur Zeit Mohrs über keinen eigenen Pfarrhof und so hatte dieser ein Zimmer im Messnerhaus nahe der Kirche bezogen. Er verköstigte sich in den umliegenden Gasthäusern. Die Kirche, die damals noch die volle Autorität in Anspruch nahm, warf Mohr vor, seinen Dienst zu vernachlässigen, Gespräche mit Personen des anderen Geschlechts vorzuziehen und dem Singen "oft nicht erbaulicher Lieder" zu fröhnen. Schwere Vorwürfe gegen Joseph Moor, der doch stets volksnaher Querdenker und immer Menschenfreund war.

Franz Xaver Gruber, Lehrer mit Leib und Seele, komponierte bereits in frühen Jahren kleine Musikstücke für den eigenen Gebrauch. Seinen ersten selbstständigen Dienst als Lehrer trat Franz Xaver Gruber im November 1807 in Arnsdorf bei Salzburg an, wo er seine bescheidenen Einkünfte durch Messner- und Organistendienste aufbesserte. Ab 1816 versah er auch den Kantoren- und Organistendienst in Oberndorf, in der Hoffnung, die Lehrerstelle dort zu erhalten. In dieser Zeit lernte er den jungen Joseph Mohr kennen. Die Melodie zu "Stille Nacht, heilige Nacht" entstand in dem kleinen Schulgebäude in Arnsdorf, das heute ein Museum beherbergt. Als Vorlage diente ihm das Gedicht von Joseph Mohr.

Hoffnung durch ein Lied - Was für ein Segen für die Menschheit

Den Überlieferungen zufolge entstand die Melodie des Liedes an nur einem Tag. Joseph Mohr überreichte Franz Gruber sein in Mariapfarr verfasstes Gedicht mit der Bitte, eine hierauf passende Melodie für zwei Solostimmen samt Chor und für Gitarren-Begleitung zu schreiben. Die Orgel der St. Nikolaus Kirche stellte sich damals so kurz vor Weihnachten aber als unbespielbar heraus. Man weiß es heute nicht mehr genau, ob es die Maus war, die den Blasebalg angeknabbert hatte oder ein einfacher Defekt, der aufgrund der finanziellen Kosten nicht repariert werden konnte. Joseph Mohr aber wollte die Christmesse an diesem Weihnachtsabend nicht ohne Gesang feiern. Noch am selben Tag überreichte Gruber dem musikkundigen Mohr seine Komposition, die in derselben Nacht uraufgeführt wurde. Mohr sang Tenor und übernahm die Begleitung mit Gitarre, Gruber sang Bass. Das Lied "Stille, Heilige Nacht" fand bei den Oberndorfer Salzachschiffern, Schiffsbauern und deren Familien stürmischen Beifall. An jenem Abend, am 24. Dezember im Jahre 1818 vergaßen alle Einwohner der Gemeinde Oberndorf die Entbehrungen der letzten Jahre. Die frohe Botschaft der Geburt Jesu und des Friedens auf der Welt ließ sie wieder Hoffnung schöpfen...

Ein Lied geht um die Welt

Die Verbreitung des Liedes fand in den ersten Jahren nach seiner Welturaufführung in kleinem, regionalem Rahmen statt. In Schullehrer- und Organistenkreisen wurde es weitergereicht, Franz Xaver Gruber selbst versandte das Lied auf Anfrage. Dass sich das Lied dennoch auf seine Reise um die Welt aumachte, beruht auf einem Glücksfall. Der Tiroler Orgelbauer Carl Mauracher, der mit der Reparatur der Orgel in Arnsdorf und Oberndorf betraut wurde, brachte das Lied in seine Zillertaler Heimat. Von dort gelangte es in das Repertoire der Tiroler Sängergesellschaft, die als professionelles Ensembles auf Konzerttourneen in Europa und Übersee unterwegs war. War "Stille Nacht, heilige Nacht" ursprünglich als Kirchenlied konzipiert, erhielt es nachfolgend auch den Status des "Volksliedes“. Mittlerweile wurde das Lied in mehr als 170 Sprachen übersetzt und gilt Umfragen zufolge als weitaus bekanntestes Lied der Welt.



Reisen Sie doch mal ins Herkunftsland von "Stille Nacht"! Das Salzburger Land hat für Jeden was zu bieten.
Nähere Infos unter Telefon: (0043)-(0)662/6688-44, per E-Mail: » info@salzburgerland.com oder im Internet unter » www.salzburgerland.com

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Schlagworte zu diesem Artikel: Advent Geschichte Österreich Stille_Nacht Tradition Weihnachten Weihnachtslied Kultur

  • Bild von Moni49

    Die Geschichte kannte ich, auch für mich ist es das Schönste Weihnachtslied der Welt, nicht umsonst ist in über 170 Ländern zu hören.

  • Bild von sahara

    Es ist das Weihnachtslied überhaupt für mich!!!Ahnungslos

  • Bild von interaktivist

    Ein nettes kostenloses Hörbuch über die Entstehung von Stille Nacht kann man sich zwischen 1. und 24. Dezember auf www.stillenacht.info anhören. Und wer nicht die Chance hat nach Oberndorf zu fahren: Die Stille Nacht Feier vom Uraufführungsort Oberndorf wird am 24. Dezember live ins Internet übertragen

  • Bild von Reisetante

    Auch ich war schon in der "stille-Nacht-Kapelle" in Oberndorf und es ist

    selbst im Sommer ein "Gänsehaut-Gefühl", dort an der Wiege dieses

    schönen Liedes zu sein. Es ist und wird immer das schönste Lied zur Weihnachtszeit sein.

    Reisetante

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