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Erektionsstörungen? Am besten offen drüber reden

» Experten beantworten Fragen rund um das Thema Erektionsstörungen

Was können die Ursachen für Erektionsstörungen sein? Wie können Erektionsstörungen behandelt werden? Wie können Frauen ihre Partner im Umgang mit Erektionsproblemen unterstützen? Und können Erektionsstörungen ein Anzeichen für andere Erkrankungen sein? Diese und andere interessante Fragen beantworten unsere Experten. Lesen Sie hier nach.

Erektionsstörungen können die Partnerschaft belasten. Unsere Experten beantworteten Fragen rund um das Thema (Foto: MEV)

Ein romantischer Abend im Restaurant, zärtliche Worte, ein Glas prickelnder Sekt – früher war der krönende Abschluss eine tolle Nacht. Doch jetzt will es nicht mehr so recht klappen mit dem Liebesleben? In Deutschland leidet jeder fünfte Mann über 40 im Laufe seines Lebens an Erektionsstörungen. Sie können bei den meisten mit modernen Medikamenten behandelt werden. Für ein Gefühl wie früher, natürlich und spontan, kann man zum Beispiel einfach täglich eine Tablette einnehmen. Was Männer außerdem tun können, beispielsweise in Sachen Sport und Ernährung, und welche Ursachen hinter den Erektionsstörungen stecken können, verrieten unsere Experten, die Urologen Dr. Eva Hellmis und Dr. Jochen Gleißner, in der Telefonaktion am 13. April. Wir haben für Sie noch einmal nachgefragt – die Antworten der Experten lesen Sie hier:

Dr. Eva Hellmis, Urologin aus Duisburg (Foto: privat)

Was können Gründe für Erektionsstörungen sein?
Dr. Eva Hellmis: In der überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich um ein organisches Problem. Früher nahm man an, es wäre die Psyche. Heute weiß man, dass es meistens Erkrankungen, zum Beispiel Bluthochdruck oder koronare Herzerkrankungen, sind. Oder es liegen Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes oder ein hoher Cholesterinspiegel, vor, die zu einer Veränderung in den Gefäßen führen können und damit zu einer Erektionsstörung.


Können Erektionsstörungen ein Anzeichen für andere Erkrankungen sein?
Dr. Jochen Gleißner: Ja, vielfach gehen einem Herzinfarkt zum Beispiel einige Jahre vorher Erektionsstörungen voraus. Das bedeutet: Ein Patient, der eine Erektionsstörung hat, hat unter Umständen ein erhöhtes Risiko, später eine Herzkranzgefäßerkrankung zu bekommen. Oder er könnte auch bereits einen Diabetes haben, der nur noch nicht diagnostiziert wurde. Durchblutungsstörungen zeigen sich oft zuerst am Penis, weil hier der Durchmesser der Arterien viel geringer ist als zum Beispiel der der Herzkranzgefäße.

Dr. Jochen Gleißner, Urologe aus Wuppertal (Foto: privat)

Prüfen Sie, wenn ein Mann mit Erektionsstörungen zu Ihnen in die Praxis kommt, ob weitere Erkrankungen vorliegen?
Dr. Jochen Gleißner: Wir beraten die Patienten insgesamt, schauen, wie der Blutdruck, die Zucker- und die Blutfettwerte sind und sprechen auch über die Lebenssituation. Wir prüfen, ob es zusätzliche Risiken zum Beispiel für ein metabolisches Syndrom gibt. Je nach dem bitten wir die Männer um einen Besuch beim Kardiologen.


Wie können Erektionsstörungen behandelt werden?
Dr. Eva Hellmis: Wenn keine Libidostörung vorliegt und die Hormonwerte in Ordnung sind, werden Erektionsstörungen meistens behandelt, indem gezielt die Durchblutung des Gliedes gesteigert wird – zum Beispiel durch PDE 5-Hemmer in Tablettenform, die der Patient entweder bei Bedarf oder auch täglich einnehmen kann. Sind Tabletten für das Paar keine Option, gibt es spezielle Kapseln, die in die Harnröhre einmassiert werden. Wenn diese beiden Verfahren nicht wirken, kann die Schwellkörperinjektion genutzt werden, bei der ein Medikament mit einer ganz dünnen Nadel direkt in den Schwellkörper im Penis eingebracht wird.


Was kann man denn neben der Einnahme von Medikamenten tun?
Dr. Jochen Gleißner: Wichtig ist auch, die eigenen Lebensumstände zu hinterfragen, zum Beispiel Bewegung und Ernährung. Bewegung ist grundsätzlich gut – für den ganzen Körper und die Durchblutung. Muskeltraining erhöht den körpereigenen Testosteronspiegel und das schafft wiederum bessere Voraussetzungen für die Potenz. Das Behandeln der Ursachen, das Prüfen von Risikofaktoren, aber eben auch Ernährung und Bewegung sind wichtige Faktoren – die Therapie der Erektionsstörungen muss im Konzert geschehen.

Welche Therapie mit PDE 5-Hemmern eignet sich für welchen Patienten?
Dr. Jochen Gleißner: Entscheidend ist, welche Wünsche der Patient hat. Wenn der Mann in einer stabilen Partnerschaft lebt und Einvernehmen darüber herrscht, dass er die Erektionsstörungen mit Tabletten behandelt, kann er zum Beispiel ein niedrig dosiertes Präparat wählen, das regelmäßig eingenommen wird.

Dr. Eva Hellmis: Man kann auch vom Alter und den sexuellen Wünschen her unterscheiden: Der jüngere Patient, der eine Wochenendbeziehung führt oder das Sexualleben planen kann, für den eignet sich ein Präparat, das er nach Bedarf einnimmt und das eine längere Wirkdauer, bis zu 36 Stunden, hat. Für Patienten, bei denen die Spontaneität nicht so gefragt ist, eignet sich auch ein kürzer wirksames Präparat. Wer seine ED vergessen möchte, für den eignet sich die tägliche Einnahme eines Medikaments. Man muss dann nicht mehr kurz vor dem Geschlechtsverkehr eine Tablette einnehmen, was größere Spontaneität bietet.


Ist der Umgang mit dem Thema Erektionsstörungen heute offener?
Dr. Eva Hellmis: Natürlich ist das auch immer davon abhängig, wie alt der Patient und seine Partnerin sind und ob das Sexualleben eine große Rolle spielt. Seit es PDE 5-Hemmer gibt, gehen die Männer aber auch die Partnerinnen generell offener mit dem Thema Erektionsstörungen um. In der Praxis versuchen wir, die Männer zu ermutigen, das Thema anzusprechen. Zum Beispiel mit Broschüren im Wartezimmer, die der Patient dann einfach mit ins Arztgespräch nehmen und darauf verweisen kann.


Wie können Frauen ihre Partner im Umgang mit Erektionsstörungen unterstützen?
Dr. Jochen Gleißner: Oft sprechen Frauen das Problem an und motivieren ihren Mann, zum Arzt zu gehen. Die Frau kann aber noch mehr tun: Sie kann mit Verständnis auf ihren Mann eingehen und keinen Druck aufbauen. Auch was die Ernährung angeht kann sie unterstützen, zum Beispiel indem man abends kein fettreiches Essen mehr isst. Es ist ja so: Zum Sex gehören zwei. Wenn beide das Problem gemeinsam offen angehen, schafft das auch neue Akzeptanz in der Partnerschaft

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