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Nur eine Erkältung?

» Husten - das steckt dahinter

Statistisch erwischt es jeden etwa 2-6 Mal im Jahr: Husten ist für die Betroffenen eine lästige Sache, für die Atemwege eine Befreiung von eingedrungenen Fremdkörpern und festsitzendem Schleim. Husten ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine Begleiterscheinung bei Erkältungen, Asthma, Bronchitis und der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD. Und: Husten ist nicht gleich Husten.

Ein Schluck Gesundheit für Hustengeplagte (Foto: Mucosolvan)

Viele Freizeitfreunde sprachen mit unseren Experten über ihre Probleme mit den Atemwegen. Dr. med. Parwis Mirsalim, Privatdozent und Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Klinikum Berlin Friedrichshain, und der Hals-Nasen-Ohrenarzt Dr. med. Sebastian Walter, der eine eigene Praxis in Oldenburg führt, konnten im persönlichen Gespräch viele Ratschläge und Informationen weitergeben.

Lesen Sie hier die interessantesten Fragen und Antworten:

Inwiefern ist Husten ein Schutzmechanismus?

Die Experten: Wenn die Flimmerhärchen in den Schleimhäuten der Atemwege nicht mehr in der Lage sind, Fremdstoffe und Schleim auf mechanischem Wege nach außen zu transportieren, kommt es zum Husten. Wird der Schleim nicht abgehustet, kann es sogar zum Verstopfen der Atemwege kommen. Husten ist daher nicht nur ein Schutz, sondern auch eine Warnung, die nie ignoriert oder verharmlost werden sollte.

Was versteht man unter unproduktivem Husten?

Die Experten: Als unproduktiver Husten wird ein trockener Reizhusten bezeichnet. Dieser tritt meistens in den ersten Tagen einer Erkältung auf und kann sich zu quälenden, körperlich anstrengenden Hustenanfällen steigern. Häufig ist dann auch an die wichtige Erholung in der Nacht nicht mehr zu denken. Sorgen Sie für viel Feuchtigkeit durch Trinken, Bonbons lutschen, nasse Handtücher in der Wohnung oder Inhalieren.

Mein Arzt diagnostizierte bei mir eine COPD. Was ist das?

Die Experten: COPD steht für chronische obstruktive Lungenerkrankung, die durch die AHA-Symptome erkennbar ist: Atemnot, Husten und Auswurf. Umgangssprachlich ist von der Raucherlunge und dem Raucherhusten die Rede. Die für den Schutz vor Bakterien und Viren wichtigen Flimmerhärchen (Zilien) auf der Oberfläche der Bronchien stellen durch die Belastungen mit Giftstoffen aus Zigaretten weitgehend ihre Funktion ein. Die Schleimhäute entzünden sich und zerstören kleine Lungenbläschen. Langfristig fällt das Atmen immer schwerer. Unbehandelt kann die COPD langfristig sogar tödlich sein.

Wie behandle ich entzündete Nebenhöhlen, um Folgeerkrankungen wie Bronchitis und COPD zu vermeiden?

Die Experten: Experten raten heute, bei Nebenhöhlenentzündungen zweigleisig vorzugehen. Dabei ist es einerseits wichtig, die verstopften Nebenhöhlen schonend und schnell zu befreien (z.B. mit Schnupfensprays, die schleimhautschützendes Dexpanthenol enthalten) und andererseits den festsitzenden Schleim zu lösen, um die Entzündungen zu bekämpfen. Für diese Therapie hat sich der Wirkstoff Soledum-Cineol ausgesprochen bewährt (z.B. in Soledum Kapseln, rezeptfrei, Apotheke). Er löst Verschleimungen effektiv und hemmt Entzündungen ähnlich wie Cortison.

Stimmt es, dass Ernährungsfaktoren das COPD-Risiko erhöhen?

Die Experten: Eine regelmäßige Ernährung mit Nahrungsmitteln, die Nitrit oder Nitritpökelsalz enthalten, wie Schinken oder Wurst, erhöht nach einer Studie das COPD-Risiko. Ursache scheint die Bildung reaktiver Stickstoffverbindungen zu sein, die zu den typischen strukturellen Veränderungen in der Lunge führen können.

Können auch Herzprobleme Hustenattacken auslösen?

Die Experten: Ja. Durch eine Herzschwäche kann es passieren, dass Blut nicht mehr richtig aus der Lunge abtransportiert wird. In der Folge kommt es zu Atemnot und Husten, bei dem ein dünnflüssiger Schleim abgegeben wird. Auch eine Angina pectoris wird oft von Husten begleitet. Die krankhaften Veränderungen der Herzkranzgefäße gehen manchmal mit einer Überempfindlichkeit der Hustenrezeptoren in den Atemwegen einher.

Was ist denn der Unterschied zwischen COPD und Asthma?

Die Experten: Ein Asthma-Anfall tritt plötzlich auf, die COPD kommt schleichend. COPD macht sich immer bemerkbar, Asthma tritt nur schubweise auf. Auslöser von Asthma ist sehr häufig eine Überempfindlichkeit der Lunge auf bestimmte Stoffe. Dazu zählen unter anderem Pollen, Gräser, Hausstaubmilben oder Tierhaare. Für die COPD ist hauptsächlich das Rauchen verantwortlich, in seltenen Fällen auch die Luftverschmutzung.

Ich möchte weniger rauchen – ganz aufzuhören schaffe ich im Moment nicht. Was ist dabei wichtig?

Die Experten: Zögern Sie jeden Morgen das Anzünden der "ersten Zigarette" länger hinaus. Kaufen Sie Ihre Zigaretten nicht (mehr) auf Vorrat. Zögern Sie jede Zigarette, die Sie sich anzünden wollen, um mindestens fünf Minuten hinaus. Dehnen Sie diesen Zeitraum immer weiter aus. Stecken Sie sich, wenn Sie Lust auf eine Zigarette verspüren, stattdessen ein Bonbon oder einen Kaugummi in den Mund und beschäftigen Sie sich auf andere Weise. Versuchen Sie Orte und Gelegenheiten, wo viel geraucht wird oder wo Sie selbst gerne rauchen, zu meiden oder zumindest weniger häufig zu besuchen. Erklären Sie Räume und Orte zu Ihren persönlichen "Nichtraucherzonen", wo Sie strikt das Rauchen unterlassen: z.B. Schlafzimmer, Arbeitsplatz, gesamte Wohnung, Auto, öffentliche Straßen etc. Beginnen Sie zuerst nur mit einem Ort und nehmen Sie später weitere dazu. Notieren Sie die Anzahl der täglichen Zigaretten. Wichtig: Notieren Sie das, bevor Sie die Zigarette anzünden. Dadurch müssen Sie sich bewusst für oder gegen jede einzelne Zigarette entscheiden.

Kann mein Kind mit auf Klassenfahrt, denn es leidet an Asthma?

Die Experten: Diese und andere Fragen betroffener Eltern sind ganz normal und drücken die Besorgnis um ihre kranken Kinder aus. Asthmaanfälle können erschreckende Situationen sein, sind aber selten lebensbedrohlich. Behalten Sie die Ruhe, so wird auch Ihr Kind die Situation nicht als bedrohlich erleben. Klären Sie Ihr Kind und den Lehrer über wichtige Verhaltensregeln auf, dann ist es kein Problem, es mit auf eine Klassenfahrt zu lassen. Es ist Ihre Aufgabe, für Ihr Kind eine optimale Betreuung zu gewährleisten, während es auch gleichzeitig wichtig ist, die Unbeschwertheit der Kindheit nicht völlig aus den Augen zu verlieren.

Bringt es einen gesundheitlichen Vorteil, von starken Zigaretten auf “Light-Zigaretten” umzusteigen?

Die Experten: Von einer stärkeren Marke auf "Lights" zu wechseln, ist keine brauchbare Lösung. Da weniger Nikotin enthalten ist, wird in der Regel tiefer inhaliert. So kommt es schlimmstenfalls zu einer Erhöhung der dem Körper zugeführten Schadstoffe des Tabakrauches.

Schlagworte zu diesem Artikel: Asthma Bronchitis COPD Erkältung Husten Gesundheit

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