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Expertentipps zu verengtem Wirbelkanal

» Rücken-OP nimmt die Schmerzen sofort

Rückenschmerzen sind eines der häufigsten Volksleiden - sie plagen Millionen Deutsche. Bei jedem Dritten über 60 steckt eine Verengung des Wirbelkanals dahinter.

Vor allem die Lendenwirbelsäule ist häufig von starken Schmerzen betroffen (Foto: MEV

Diese Verengung des Wirbelkanals wird von Medizinern als Spinalkanal-Stenose bezeichnet. Häufig hilft nur eine Operation, die Schmerzen wieder loszuwerden.

"Allerdings muss die Diagnose eindeutig sein", warnt Prof. Claus Carstens, Orthopäde an der Uniklinik Heidelberg. "Die Krankheit wird jedoch häufig nicht erkannt und kann mit anderen verwechselt werden, etwa Durchblutungsstörungen der Beine oder einem Hüftverschleiß."

Typisch für die Spinalkanal-Stenose sind Rückenschmerzen, die bis in die Beine ausstrahlen und sich beim Vorbeugen bessern, weil dies die Wirbelsäule entlastet. "Manche Patienten können nur noch 20 Meter am Stück gehen", beschreibt Prof. Carstens. "Untersuchungsmethoden wie Röntgen, Computer- oder Kernspintomografie zeigen dann, dass der Spinalkanal bis auf Stecknadelstärke eingeengt ist." Ursache sind altersbedingte Knochenwucherungen in den Kanal der Wirbelsäule, die auf die Nerven drücken. Dies kann in allen Abschnitten der Lendenwirbelsäule auftreten.

Anfangs versucht man, das Leiden durch Rückengymnastik, mit der die Muskeln aufgebaut werden, zu bessern. Die Schmerzen werden mit Tabletten bekämpft. Auch ein stabilisierendes Mieder kann dem Rücken Halt geben. In einigen Fällen helfen nach Angaben des Arztes auch Spritzen in den Spinalkanal, sogenannte sakrale Umflutungen.

Keine Angst vor Versteifung

"Wenn das alles nichts nützt, ist eine Operation eine segensreiche Angelegenheit", sagt Prof. Carstens. "Ziel ist, den Spinalkanal wieder weiter zu machen." Es handelt sich dabei um eine Operation in Vollnarkose, die je nachdem, wie viel der Chirurg macht, zwischen 30 Minuten und drei Stunden dauert.

Die einfachste Möglichkeit: Die Verengung wird mit Fräsen oder Stanzen entfernt, ohne den Knochen zu schädigen. "Mitunter ist es nötig, den ganzen Wirbelbogen zu entfernen", meint der Experte. "Seine Haltefunktion wird durch Schrauben ersetzt." Zwar bezeichnet man dies als Versteifung des Wirbelsäulenabschnitts, die Patienten werden dadurch jedoch laut Prof. Carstens wieder beweglicher, weil ihre Schmerzen nachlassen.

Der X-Stop, der den Wirbel aufspreizt (Foto: Praxisklinik München)

Ganz neu ist folgende Methode: Das betroffene Segment wird mit einem interspinären Spreizer, auch X-Stop genannt, angehoben. Dies ist sogar ambulant möglich und dauert nur 15 Minuten, der Eingriff ist jedoch nicht für jeden Patienten geeignet. "Außerdem hat man mit dieser Technik noch nicht so viel Erfahrung", warnt der Wirbelsäulenchirurg.

Nach zwei Tagen wieder fit

Bei kleinem Eingriff können die Patienten nach zwei Tagen wieder aufstehen. Wurden mehrere Schrauben eingesetzt, müssen sie jedoch drei Monate lang ein Korsett tragen, damit diese gut einwachsen.

Neue Diagnosemethode: Kann der Arzt mit den herkömmlichen Diagnosemethoden keine Ursache für Rückenschmerzen finden, die in die Beine ausstrahlen, hat er nun eine weitere Möglichkeit: die Epiduroskopie. Der Schmerztherapeut Dr. Günter Schütze vom Marienhospital Iserlohn hat ein Instrument (Endoskop) entwickelt, das unter örtlicher Betäubung in den Wirbelkanal eingeführt wird und mit einer Mini-Kamera auch rückenmarksnahe Veränderungen auf einen Monitor überträgt. Mit dem Instrument ist sogar eine Gewebeentnahme oder eine Behandlung möglich.



Freizeitfreunde-Surftipp: » FOCUS Online: Ratgeber Rückenschmerz

Schlagworte zu diesem Artikel: Epiduroskopie Rückenschmerzen sakrale Umflutung Spinalkanal-Stenose Wirbelkanal X-Stop Gesundheit

  • Bild von jasmin

    Ich habe vor 3 Jahren diese OP gehabt. Und würde es jederzeit wieder tun. Ich konnte am Ende, wie oben beschrieben, fast nicht mehr laufen. Ich hab immer nur unterwegs nach Sitzmöglichkeiten gesucht.  Das war dann der Anlass, mich operieren zu lassen.

    Ich hatte aber leider nicht soviel Glück, dass ich nach 14 Tagen wieder fit war. Ich war, bis zu meiner Rente,  ein Jahr arbeitsunfähig. Ich konnte zwar wieder nach kurzer Zeit wunderbar laufen. Doch die Schmerzen im Rücken  habe ich heute noch zum Teil. Ich muss aber dazu sagen, dass ich noch 2 Bandscheibenvorfälle habe. Aber trotzdem würde ich es wieder machen lassen. Denn das Laufen war für mich das Wichtigste.

    Jetzt treibe ich regelmäßig 2x in der Woche Sport und gehe jeden Tag mindestes 2 Stunden spazieren. Und da ich ja Rentner bin, kann ich mir das ja auch einteilen.

    Ich rate jedem, diese Operation durchführen zu lassen.

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