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Kälte plus Belastung können lebensgefährlich werden

» Herzinfarkt - die heimlichen Warnsignale bei Frauen

Bislang galten besonders Männer als Kandidaten für einen Herzinfarkt. Inzwischen weiß man, dass auch Frauen immer mehr gefährdet sind. Doch ihre Chancen zu überleben sind geringer: Von 100 Männern überleben 56 einen Infarkt, von 100 Frauen nur 44. Als Grund sehen Experten die eher untypischen Anzeichen des weiblichen Infarkts.

Rodeln macht sehr viel Spaß! Anstrengende Tätigkeiten wie Schnee schippen sollten Herzkranke im Winter aber meiden. (Foto: Monkey Business/Thinkstock)

Oft zu spät richtig behandelt

Auslöser
Dem lebensbedrohlichen Vorfall geht eine Arterienverkalkung voraus: Die Herzkranzgefäße verengen sich, die Durchblutung der Pumpe wird behindert - zuletzt verschließt sich ein Gefäß. Der Infarkt führt bei Männern zu schweren Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schultern, Hals, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen können. Starkes Engegefühl, Druck, Brennen im Brustkorb, Atemnot, Brechreiz, Übelkeit und Angst sind einige weitere Alarmsignale.

Problem
Der "Eva- Infarkt" dagegen ist heimtückisch. Denn nur bei etwa 30 Prozent der Patientinnen treten Schmerzen in der Brust auf, die in den linken Arm, die Schultern oder den Kiefer ausstrahlen. Stattdessen klagen viele eher über starke Übelkeit und Bauchschmerzen, als hätten sie sich den Magen verdorben. Zusammen mit einem Druckgefühl im Brustkorb, Kurzatmigkeit und ungewohnter Müdigkeit kann dies auf einen Infarkt hinweisen. Weitere Symptome zusammen mit der Übelkeit können Schwäche sowie Schlafstörungen, Rücken-, Nackenschmerzen und Schweißausbrüche sein.
Diese untypischen Anzeichen erschweren die Diagnose. Die Beschwerden werden nämlich oft auf das Alter, die Bronchien, auf Rückenprobleme oder einen empfindlichen Magen zurückgeführt. Wertvolle Zeit verstreicht, bis der Rettungswagen gerufen wird. Laut Statistik werden Frauen rund 40 Minuten später in der Klinik versorgt als Männer.

Wichtig: Sofort den Notarzt unter der Nummer 112 rufen!

Diagnose
Als Nachweis für einen Herzinfarkt wird ein Bluttest gemacht, denn der Herzmuskel schüttet einen Botenstoff namens Troponin aus, wenn er geschädigt wird. Das Problem: Bei Männern ist dieser Wert vielfach höher als bei Frauen, die Gefahr ist also leichter zu ermitteln. Ein neuer Troponin-Test reagiert jedoch empfindlicher. "Damit lässt sich die Diagnose jetzt schneller ganz präzise stellen", sagt Prof. Stefan Blankenberg vom Herzzentrum Hamburg. "Dann kann die notwendige Behandlung früh eingeleitet werden."

Schnee schippen

Schnee schippen sollten kranke Frauen meiden (Foto: iStockphoto/Thinkstock)

Arginin hilft, den Blutdruck zu senken

Frauen mit Diabetes mellitus haben ein dreifach höheres Risiko als zuckerkranke Männer. Es steigt sogar auf das Zwanzigfache für Raucherinnen, die zudem die Pille nehmen. Auch an Bluthochdruck leidet das weibliche Geschlecht häufiger. Das Fatale: Frauen sprechen auf Blutdrucksenker (ACE-Hemmer, Beta-Blocker) oft viel schlechter an. Forscher haben inzwischen aber eine natürliche Adernformel mit Schutzeffekt für die Gefäße entdeckt: Arginin plus Folsäure (als Granulat, Tabletten, Kapseln in der Apotheke). Die Kombination hilft, erhöhte Werte zu senken. Wichtig ist zudem, viel Obst, Gemüse, Fisch, Olivenöl zu sich zu nehmen (Mittelmeerküche). Anstrengende Tätigkeiten bei strenger Kälte sollten Kranke vermeiden. Dies kann sonst sogar zum Tod führen. Besser: spazieren gehen. Regelmäßige Bewegung (mindestens dreimal pro Woche 30 Minuten) hilft, hohe Blutdruckwerte zu senken.

Wie hoch ist mein Infarkt-Risiko?
1. Leiden Sie unter Bluthochdruck?
2. Hat der Arzt bei Ihnen erhöhte Cholesterin-Werte festgestellt?
3. Zeigt Ihre Waage deutliches Übergewicht an?
4. Bewegen Sie sich eher wenig?
5. Haben Vater, Mutter oder Geschwister einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten?
AUSWERTUNG: Schon eine einzige mit Ja beantwortete Frage erhöht Ihr Risiko für einen Herzinfarkt ebenso wie für einen Schlaganfall. Nehmen Sie die empfohlenen Vorsorge-Untersuchungen beim Arzt wahr und achten Sie auf eine gesunde Ernährung (Mittelmeerküche!) sowie auf tägliche Bewegung.

Ans Steuer trotz Beschwerden?
Jeder möchte mobil und unabhängig sein - selbst wenn er einen Infarkt hatte. Auch wenn der unkompliziert war, raten Experten dennoch zu einer zweiwöchigen Fahrpause. Danach darf man wieder ans Steuer. Verlief der Infarkt heftiger, soll man einen Monat nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Wurde ein Schrittmacher oder Defibrillator eingesetzt, hat man eine Woche Fahrverbot. Gab der "Defi" einen Schock ab, ist man drei Monate fahruntauglich.

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Schlagworte zu diesem Artikel: Arginin Auslöser Belastung Blutdruck Frauen Herzinfarkt Infarkt-Risiko Kälte Warnsignale Gesundheit

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