26.März 2012
Für einen gesunden Schlaf
» Die besten Therapien gegen Schnarchen
Schnarchen ist ein weltweites durchaus ernstzunehmendes Problem. Rund 60 Prozent der Männer über 60 Jahre schnarchen. Aber auch Frauen leiden unter dieser Form der Schlafstörung. Wer schnarcht, schläft schlecht und ist den nächsten Tag unkonzentriert und müde. Außerdem begünstigt Schnarchen laut Medizin Herz- und Kreislauferkrankungen. Welche Therapien gegen das Schnarchen helfen können, lesen Sie hier.
Gestörte Nachtruhe, weil der Partner schnarcht? (Foto: Jan Knoff/ Dt. Chefaro Pharma)
Experte: Dr. Uso Walter HNO-Arzt aus Duisburg und Vorsitzender des HNOnet NRW (Foto: HNOnet)
Wie ein vorbeifahrender Lkw. Die oberen Atemwege bestehen aus einem Schlauch mit vielen Muskeln. Im Schlaf erschlaffen sie teilweise, der Schlauch fällt etwas in sich zusammen und wird durch den Atemstrom in Vibrationen versetzt. Engstellen im Nasen- und Rachenraum verstärken diesen Effekt noch. So entstehen die typischen, nächtlichen Schnarchgeräusche, die bis zu 90 Dezibel erreichen können und für den Bettnachbarn eine Zumutung sind.
"Es gibt auch organische Ursachen fürs Schnarchen, z. B. Polypen, Verformungen der Nasenscheidewand oder vergrößerte Mandeln." so HNO-Arzt Dr. Walter. Schnarchen ist zudem gefährlich, weil der Atem nachts aussetzen kann. Doch es gibt Hilfe für Schnarcher, welche lesen Sie hier...
Fördert Schnarchen - Alkohol in Form eines Glas Rotweins (Foto: MEV)
- Alkohol setzt die Muskelspannung im Gaumen herab. Verzichten Sie also möglichst auf das abendliche Glas Wein oder Bier. Auch einige Medikamente wie Schlafmittel können eine solche Wirkung haben. Fragen Sie Ihren Arzt nach Alternativen.
Übergewicht bedingt oft Schnarchen (Foto: MEV)
- Auch eine Gewichtsreduzierung kann die nächtlichen Geräusche beenden: Übergewichtige haben vermehrt Fettablagerungen an Rachen und Zunge. Das verengt die Atemwege zusätzlich. Außerdem macht Übergewicht es schwerer, ruhig zu atmen.
Für Schnarcher - ein Seitenschläferkissen für den Körper (Foto: Kubivent)
- Wir schnarchen vor allem dann, wenn wir auf dem Rücken liegen. Kleine Tricks sorgen dafür, dass der Schnarcher auf der Seite liegen bleibt. Besorgen Sie sich z. B. ein spezielles Seitenschläferkissen (ab 30 Euro, im Betten- und Sanitätsfachhandel). Es stützt den Körper von der Seite und entlastet die Wirbelsäule. Die Muskulatur entspannt sich und Ihr Schlaf ist erholsam.
Eine Schnarcherschiene lässt den Unterkiefer beim Schlafen nicht nach unten klappen (Foto: Erkodent)
- Eine Schnarcherschiene (Protrusionsschiene) schafft ebenfalls Abhilfe. Sie sieht aus wie eine Zahnspange und hält den Unterkiefer vorn. Damit wird vermieden, dass die Zunge zurückfällt und die Atemwege einengt. Sie wird vom Zahnarzt angepasst und kostet ca. 1.000 Euro. Die Kasse übernimmt die Kosten in Einzelfällen nur bei einer behandlungsbedürftigen Schlafapnoe, wenn das Schnarchen also mit Atemaussetzern einhergeht. Diese schaden Herz und Kreislauf.
- Schnarch-Stopp per OP. Eine schlaffe Gaumenmuskulatur lässt sich per Laser straffen. Allerdings sollten nur HNO-Ärzte mit dem Zusatz Plastische Operationen diesen Eingriff durchführen. Kosten: ca. 500 EURO (die Krankenkasse zahlt nicht).
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Kommentare zu "Die besten Therapien gegen Schnarchen"
Habe auf http://snorflex.de auch noch ein Konkurrenzprodukt gefunden: Eine "Bi-Block Orthese", also eine Schnarchschiene, die aus zwei Teilen besteht.
http://www.snoremender.de war ein Treffer!