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Schnarchen, schnorcheln, sägen

» Das können Sie gegen Schnarchen tun

Schnarchen ist ein häufiges Phänomen und in vielen Schlafzimmern Dauerthema. Meistens hat das Schnarchen harmlosere Ursachen, es kann sich aber auch eine ernstere Störung dahinter verbergen. Herr Prof. Dr. Rainer Weber beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema Schnarchen, erklärt den Unterschied zum Schnorcheln und gibt Tipps für eine schnarchfreie Nacht.

Frauen sind aufgrund der unterschiedlichen Hormonspiegel vom Schnarchen seltener betroffen als Männer (Foto: Nasanita/ Siemens & Co.)

Schnarchen

Prof. Dr. Rainer Weber (Foto: privat)

Prof. Dr. Rainer Weber, Leiter der Sektion Nasen-nebenhöhlen- und Schädelbasischirurgie, Traumatologie an der HNO-Klinik in Karlsruhe, beantwortet Fragen rund um das Thema Schnarchen.

Wie entsteht eigentlich das typische Schnarchgeräusch?

Prof. Dr. Weber Schnarchen ist sozusagen ein "schlafbedingtes akustisches Phänomen". Schnarchgeräusche entstehen unter anderem durch die Schwingung von Weichteilstrukturen im Rachenraum, wie zum Beispiel dem Gaumenzäpfchen. Bei vielen Betroffenen nimmt die Muskelspannung im Schlaf ab – das begünstigt dann die Schwingung des erschlafften Gewebes und typische Schnarchgeräusche entstehen. Häufig entspringt das Schnarchgeräusch im Bereich des weichen Gaumens. Aber auch der sogenannte Zungengrund, der Kehlkopfeingang oder der gesamte Schlund, also der Bereich des Rachens, können dafür verantwortlich sein. Schnarchen kann man aber auch im wachen Zustand. Sind beispielsweise die Atemwege durch anatomische Probleme verengt, kann es zu dauerhaften Begleitgeräuschen kommen. Das bezeichnet man dann als Schnorcheln.

Meist hört man nur von schnarchenden Männern. Warum sind sie häufiger betroffen als Frauen?

Prof. Dr. Weber Die Häufigkeit des Schnarchens ist nicht nur geschlechts-, sondern auch altersabhängig. Mit zunehmendem Alter nimmt Schnarchen zu. Dabei sind Männer deutlich häufiger betroffen. Während im Alter von 30 Jahren etwa 10 Prozent der Männer und 5 Prozent der Frauen schnarchen, sind es bei den über 60- Jährigen mehr als 60 Prozent der Männer und ca. 40 Prozent der Frauen. Die Ursache für diesen deutlichen Geschlechtsunterschied wird im Hormonstatus vermutet, der unter anderem eine andere Körperfettverteilung bewirkt und Auswirkungen auf die Atemregulation hat.

Welches sind die Ursachen, die zum Schnarchen führen?

Prof. Dr. Weber Neben Alter und Geschlecht gibt es weitere Faktoren, die das Schnarchen begünstigen können. Z.B. das Körpergewicht, denn mit steigendem Körpergewicht nehmen Schnarchen und schlafbezogene Atemstörungen zu. Aber auch das abendliche Glas Bier oder Wein, Nebenwirkungen von Medikamenten, wie zum Beispiel von Schlafmitteln, können die Ursache sein. Sie haben nämlich Einfluss auf den Muskeltonus. Ein weiterer Punkt sind anatomische Engstellen im Bereich der oberen Atemwege wie beispielsweise eine erschwerte Nasenatmung durch einen engen Naseneingang, das Ansaugen der Nasenflügel, eine verbogene Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenmuscheln, Nasenpolypen, Rachen- oder Gaumenmandeln oder ein vergrößerter Zungengrund sowie etwa Kehlkopfveränderungen.

Kann Schnarchen gesundheitliche Probleme verursachen?

Prof. Dr. Weber Hier muss sehr genau differenziert werden. Generell ist alleiniges Schnarchen keine Erkrankung mit einer gesundheitlichen Gefährdung. Es gilt also als harmlos, sodass im Grunde keine Notwendigkeit einer Behandlung besteht. Trotzdem wünschen sich die Betroffenen häufig eine Behandlung, weil sie unter den sozialen Folgen leiden und hieraus eine Einschränkung der Lebensqualität entsteht. Allerdings kann das Schnarchen auch Zeichen einer schlafbezogenen Atemstörung, wie dem obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom, auch OSAS genannt, sein. Dabei kann es zu nächtlichen Atempausen, ggf. zu einem nächtlichen Sauerstoffabfall kommen. Das wiederum kann zu gestörtem Schlaf und Tagesmüdigkeit führen. Die Unterscheidung, ob nur alleiniges Schnarchen oder z.B. ein OSAS vorliegt, bedarf einer ärztlichen Untersuchung. Patienten mit einem OSAS haben im Vergleich zu gesunden Personen ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Mögliche Folgeerkrankungen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Aber auch Diabetes mellitus, Fettsucht und Stoffwechselstörungen, sowie aufgrund auftretender Tagesmüdigkeit eine erhöhte Unfallgefährdung durch die Bedienung von Fahrzeugen. Folglich sollte das OSAS als ernstzunehmende Erkrankung immer behandelt werden.

Was kann man tun, um wieder schnarchlos zu schlafen?

Prof. Dr. Weber Nachdem geklärt ist, dass ein alleiniges Schnarchen vorliegt, sollte bei übergewichtigen Personen als Erstes eine Reduktion des Körpergewichtes angestrebt werden. Empfohlen werden die Vermeidung von schlaffördernden Medikamenten, Nikotin oder übermäßigem abendlichen Alkoholkonsum, sowie die Einhaltung eines stabilen Schlaf-Rhythmus. Bei allen Patienten mit einer Nasenatmungsstörung kann die Verbesserung der Nasenatmung das Schnarchen mindern. Hilfsmittel, wie z.B. der interne Nasenerweiterer Nasanita Nasenschmetterling, erweitern den Naseneingang und verbessern dadurch die Nasenatmung. Sie können als alleinige Maßnahme sinnvoll sein und dauerhaft eingesetzt werden.

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Schlagworte zu diesem Artikel: Atmung Experten Interview Schlafstörungen Schnarchen Schnorcheln Gesundheit

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