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Experten-Tipps

» Osteoporose – Symptome, Therapie, Vorbeugung

Bei unserem Experten-Chat konnten sich Freizeitfreunde umsonst Rat von der Expertin Dr. Frauke Höllering holen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Osteoporose – Symptome, Therapie, Vorbeugung haben wir für Sie zusammengefasst.

Osteoporose-Expertin Dr. Frauke Höllering (Foto: Sandoz)

Was genau ist eigentlich Osteoporose?

Dr. Höllering: Die Knochen bauen sich ja ständig um. Das heißt, alte Knochenzellen werden ab- und neue aufgebaut. Osteoporose bedeutet, dass der Knochenabbau schneller geschieht als der Aufbau und die Knochen darum brüchig werden.

Wie kann ich vorbeugen, damit ich keine Osteoporose bekomme?

Dr. Höllering: Am wichtigsten sind Bewegung und Nichtrauchen. Bewegung sollte in Form von Ausdauersport stattfinden, nicht als Gymnastik. Das kann übrigens auch schon ein ausgedehnter Spaziergang sein. Dazu kommt eine leckere, calciumreiche Ernährung. Joghurt und Quark sind schon gut, aber man kann auch mit Gemüse viel machen oder Nüssen, je nach Lust und Verträglichkeit. Bei Kaffee sollte man auch etwas aufpassen, vier Tassen am Tag sind aber okay. Ganz wichtig auch: Untergewicht vermeiden.

Kann man eigentlich zu viel Kalzium aufnehmen? Und wenn ja, würde das Folgen haben?

Dr. Höllering: Ja, natürlich kann man auch zu viel Kalzium zu sich nehmen. Das geht aber nicht mit Ernährung, nur mit Zusatzpräparaten. Nebenwirkungen können z. B. Nierensteine sein. Zur Zeit wird diskutiert, ob eine Überdosis (über 2,5 g am Tag) auch zu Arteriosklerose beitragen kann.

Es heißt immer, vor allem Frauen wären von Osteoporose betroffen. Heißt das, ich muss mich als Mann eher nicht damit befassen?

Dr. Höllering: Als Mann trifft Sie die Osteoporose, wenn überhaupt, dann später. Gefährdet sind Sie, wenn Sie z.B. häufig Kortison nehmen oder stark rauchen. Aber: Männer lieben ja oft Softdrinks wie Cola, Fanta, Sprite. Die enthalten Phosphat, das Kalzium aus den Knochen löst. Darum sollte man sowas nur hin und wieder trinken, aber nicht täglich! Das gilt auch für die zuckerfreien Getränke aus der Familie.

Bringen denn Calcium-Brausetabletten wirklich was für einen verbesserten Calcium-Haushalt und für den Knochenaufbau?

Dr. Höllering: Das tun sie. Manchmal hat der Körper Schwierigkeiten, genug Calcium aus der Nahrung zu ziehen. Tabletten ergänzen, was wir so nicht bekommen. Sie sind absolut notwendig, wenn schon eine verringerte Knochendichte besteht. Wer z. B. Säureblocker (Omeprazol, Pantoprazol) auf Dauer nehmen muss, sollte Kalziumtabletten nehmen, weil durch diese Medikamente die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung gebremst wird. Vorsicht auch bei Kortison! Wird gern gegen Rückenschmerzen gegeben, aber auch großflächig gecremt. Auf Dauer fördert das Osteoporose.

Ich kenne jemand, dessen Körper nimmt das Calcium gar nicht auf. Egal, wie viel er davon nimmt.

Dr. Höllering: Hat er es mal mit Calciumgluconat (Calcium Sandoz) versucht? Das wird deutlich besser als Calciumkarbonat (die anderen Präparate auf dem Markt) aufgenommen! Dazu gehört aber noch Vitamin D und evtl. auch eine Spezialtablette wie Alendronat oder Risendronat. Dazu unbedingt Training, weil das den Knochenstoffwechsel anregt, und eine gesunde Kost, kein Nikotin und Vorsicht mit Kaffee und Alkohol!

Was man im Drogeriemarkt bekommt ist dann eher Calciumkarbonat?

Dr. Höllering: Das ist alles Karbonat, ja. Gluconat ist etwas teurer, das wollen manche Kunden einfach nicht. Aber es ist viel verträglicher und wirkt auch unter Säureblockern, Karbonat hingegen wirkt dann nicht so gut.

Und gibts da auch so was, das man auf keinen Fall zugleich zu sich nehmen sollte, so wie z.B. Eisen durch Calcium geblockt wird?

Dr. Höllering: Man sollte es nicht zeitgleich mit einer Tablette wie Alendronat oder Risendronat nehmen. Das Kalzium sollte zwei Stunden nach dem Frühstück eingenommen werden. Mit Magnesium zusammmen geht übrigens, das wusste man früher nicht. Und nicht zeitgleich mit Tetrazyklinen (Antibiotika) und mit Nahrungsmitteln wie Rhabarber, Spinat oder Vollkornmüsli bzw. -brot

Wie merkt man eigentlich, dass man Osteoporose hat?

Dr. Höllering: Meistens sind es diffuse Rückenschmerzen. Wer gefährdet ist, kanns eine Knochendichte auch mal messen lassen (ist im Alter ab 60 auf jeden Fall interessant, je nach Risiko schon eher).

Übernehmen die Kassen so eine Messung?

Dr. Höllering: Nein, nur, wenn man den ersten Wirbelbruch hatte. Aber die Messsung kostet etwa 30 Euro, das geht ja noch...

Was gibt es eigentlich für Sportarten oder Bewegungen, die sich bei Osteoporose eignen?

Dr. Höllering: Alles an Ausdauersport, was die Knochen nicht belastet: Also besonders gut sind (nordic) walken, wandern, Fahrrad fahren und tanzen. Joggen z. B. erschüttert die Wirbelsäule zu sehr, und Tennis ist nicht so gut wegen des schnellen Beschleunigen und Stoppens. Golf ist auch schön, nur muss man vorher den Arzt fragen, weil man den Rücken beim Schwingen belastet.

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Schlagworte zu diesem Artikel: Experte Interview Knochenschwund Osteoporose Ernährung

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